In den letzten Jahren taucht ein Begriff immer häufiger in den Medien auf: PFAS. Gemeint sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Eine große Gruppe industriell hergestellter Chemikalien, die wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften eingesetzt werden.
Doch was bedeutet das für Verbraucherinnen und Verbraucher? Und warum wird in diesem Zusammenhang immer häufiger über bewusste Ernährung, weniger Zucker und weniger Zusatzstoffe gesprochen?
Was sind PFAS – und warum sind sie problematisch?
PFAS finden sich seit Jahrzehnten in beschichteten Pfannen, Outdoor-Textilien oder Lebensmittelverpackungen wieder.
Das Problem: Sie sind extrem stabil, bauen sich in der Umwelt kaum ab und werden deshalb auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Einige Vertreter dieser Stoffgruppe stehen im Verdacht, sich im Körper anzureichern und gesundheitliche Effekte zu begünstigen. Sie können das Immunsystem beeinträchtigen, haben Einfluss auf den Hormonhaushalt und können den Cholesterinspiegel erhöhen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschäftigt sich intensiv mit der Bewertung gesundheitlicher Risiken von PFAS. Im vergangenen Jahr rief es dazu auf, weitere wissenschaftliche Daten zu sammeln und die Exposition der Bevölkerung genauer zu erfassen, um belastbare Grenzwerte und Empfehlungen abzuleiten.
Dabei geht es nicht um Panikmache – sondern um vorsorgenden Verbraucherschutz.
Was hat das mit unserer Ernährung zu tun?
Lebensmittel selbst sind nicht automatisch stark mit PFAS belastet. Dennoch spielen zwei Aspekte eine Rolle:
- Kontaktmaterialien (z. B. beschichtete Verpackungen)
- Allgemeine Stoffbelastung durch stark verarbeitete Produkte
Je stärker ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto länger ist meist die Zutatenliste und desto mehr Kontaktpunkte entstehen entlang der Produktionskette.
Und genau hier beginnt bewusster Konsum.
Warum weniger Zucker und Zusatzstoffe sinnvoll sind.
Unabhängig von PFAS empfehlen Ernährungsexpert*innen seit Jahren weniger zugesetzten Zucker zu konsumieren, Zusatzstoffe möglichst zu reduzieren und kurze, verständliche Zutatenlisten zu bevorzugen.
Denn ein hoher Zuckerkonsum steht in Zusammenhang mit Übergewicht, Diabetes, Entzündungsprozessen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten zudem häufig Emulgatoren, Aromen, Stabilisatoren oder Farbstoffe. Auch wenn zugelassene Zusatzstoffe als sicher gelten, wird der Einfluss stark verarbeiteter Ernährung insgesamt zunehmend kritisch diskutiert.
Weniger ist oft mehr
Im Kontext der Risikobewertung gilt ein einfacher Grundsatz: Je einfacher und natürlicher ein Produkt zusammengesetzt ist, desto transparenter ist es für Verbraucher.
Produkte mit wenigen, klar verständlichen Zutaten sind besser nachzuvollziehen, weniger stark verarbeitet, haben oft weniger versteckten Zucker und sind meist sogar einfacher in der Herstellung.
Deshalb setzen wir bewusst auf kurze Zutatenlisten, verzichten auf künstliche Zusatzstoffe und auf industriellen Zucker. Unser Bio-Haferdrinkpulver besteht aus 100 % Hafer. Das vegane Proteinpulver ist lediglich mit Dattel gesüßt. Unsere Special Tees werden mit echten Gewürzen statt mit Aromen verfeinert.
Gerade in Zeiten, in denen über Umweltbelastungen, PFAS und komplexe Lieferketten diskutiert wird, wünschen sich viele Konsument*innen Klarheit.
Fazit:
Die Risikobewertung von PFAS zeigt Wissenschaftliche Vorsorge wird immer wichtiger. Institutionen wie das Bundesinstitut für Risikobewertung tragen dazu bei, Risiken sachlich zu analysieren und einzuordnen.
Für Verbraucher bedeutet das vor allem eines:
Komplexität reduzieren, Transparenz erhöhen und einfacher essen. Produkte mit klaren Zutaten, ohne künstliche Zusatzstoffe und ohne industriellen Zucker sind ein Schritt in diese Richtung.
Manchmal ist weniger eben wirklich mehr!
Für unsere Gesundheit, für unsere Umwelt und für ein gutes Gefühl beim Konsum.