Pelster's Magazin

Ist Kaffee gesund oder ungesund für den Körper?

Cappuccino in einer rosanen Tasse
Im Zentrum des DGE-Ernährungskreises stehen die Getränke, denn eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist essenziell. Doch zur täglichen Flüssigkeitszufuhr gehört nicht nur Wasser. Auch Fruchtsaftschorlen, Kaffee sowie ungesüßte Tees gehören zu einer ausgewogenen Versorgung.

 

Wasser liefert wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium oder Calcium ohne Kalorien. Fruchtsäfte bringen Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Und Kaffee? Er ist eines der beliebtesten Getränke der Welt. Gehört gleichzeitig aber auch zu den umstrittensten. Macht er uns wach, leistungsfähiger und glücklich oder stresst er lediglich unseren Körper und bewirkt das Gegenteil?


Warum trinken wir Kaffee? 

Kaffee wird häufig gegen Müdigkeit, Verdauungsstörungen oder einfach in netter Gesellschaft getrunken. Seine Wirkung ist seit langer Zeit bekannt und geschätzt.


Wie viel Kaffee ist unbedenklich? 

Ob Kaffee gesund ist und wie viel am Tag getrunken werden sollte, ist umfangreich erforscht. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind für eine gesunde erwachsene Person bis zu 400 mg Koffein am Tag unbedenklich. Das entspricht rund vier Becher Filterkaffee bzw. sieben kleine Espressi. Schwangere sollten ihren Konsum auf etwa 200 mg Koffein am Tag beschränken, da Koffein die Plazenta passiert und das Ungeborene es nur sehr langsam abbauen kann.

 

Die positive Wirkung von Kaffee

Koffein wirkt anregend, steigert Wachheit, Konzentration sowie die Stimmung und Reaktionsfähigkeit, regt Herzaktivität und Kreislauf an, was in bestimmten Mengen zu einer verbesserten Durchblutung führen kann. Fördert zudem Verdauung und Darmtätigkeit. Richtig dosiert ist Kaffee also keineswegs ungesund. Gegenteilig kann er helfen, den Tag konzentrierter und fokussierter zu gestalten.

 

Kaffee und Hormone

Ganz ohne Schattenseiten kommt das wohltuende Heißgetränk aber nicht aus. Spannend ist, wie Kaffee auf unsere Hormone wirkt, insbesondere bei Frauen. Denn es kann schnell passieren, das vor allem morgens, wenn Kaffee auf nüchternen Magen getrunken wird, negative Nebenwirkungen entstehen. Koffein regt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol an, weil es im Körper die Signalwirkung blockiert, die uns normalerweise müde macht. Dadurch wird der Nebenniere signalisiert, dass mehr Adrenalin benötigt wird. Wenn nun Kaffee auf nüchternen Magen getrunken wird, steigt der ohnehin schon hohe Cortisolspiegel noch weiter an. Ein dauerhaft hoher Spiegel kann den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Insbesondere der sensible Zyklus der Frauen wird davon beeinflusst. Cortisol hemmt unter anderem die Produktion von Progesteron. Ein Hormon, das wichtig für Fruchtbarkeit, Stimmung und Schlafqualität ist. Frauen, die regelmäßig auf leeren Magen Kaffee konsumieren, können daher vermehrt unter Zyklusstörungen, Stimmungsschwankungen, Schlafproblemen sowie Heißhungerattacken leiden.

Auch die Wechselwirkung zwischen Adrenalin und Noradrenalin wird beeinflusst. Für bestimmte Situationen ist Adrenalin ein sehr wichtiges Hormon. In Kampf- oder Fliehzuständen sorgt es für eine schnelle und gezielte Reaktion des Körpers. Langfristig kann es jedoch zu innerer Unruhe, Erschöpfung und Kopfschmerzen führen. Der Körper glaubt er stehe unter Stress. Da Frauen, genau wie bei Alkohol, Koffein langsamer abbauen als Männer, wirken die negativen Effekte oft stärker und länger.

 

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend!

Dennoch muss Kaffee nicht vom Tagesplan gestrichen werden. Nur der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Kaffee sollte erst nach dem Frühstück getrunken werden. So ist der Blutzucker stabiler und der Cortisolanstieg fällt geringer aus. Kombiniert mit Pelster's Bio Haferdrink kann die Reizwirkung auf Magen und Nebenniere gemildert werden. Vermeide Koffein zudem am späten Nachmittag, um Schlafstörungen vorzubeugen.

 

Fazit: Kaffee in Balance genießen

Zusammenfassend lässt sich sagen, Kaffee ist weder gesund noch ungesund. Die Dosis, der Zeitpunkt sowie das eigene Körpergefühl sind entscheidend. Besonders für Frauen lohnt es sich, auf den eigenen Körper zu hören. Denn in der zweiten Hälfte des Zyklus reagiert der Körper oft empfindlicher auf Koffein.
Wer Kaffee bewusst trinkt, profitiert eher von seinen positiven Effekten, ohne hormonelle Balancen zu stören.

Alternativen für das Nachmittagstief

Und wer das Nachmittagstief ohne Koffein überwinden möchte, setzt besser auf eine ausgewogene Mahlzeit aus komplexen Kohlenhydraten, hochwertigen Fetten und Proteinen. So wird dem Gehirn Energie in Form von Glukose geliefert, ganz ohne hormonellen Stress! Eine koffeinfreie Alternative ist Pelster's Kurkuma Mix mit Haferdrink - der mit seinen ayurvedischen Gewürzen auch als "Goldene M!lch" bekannt ist und eine wohltuende Wirkung hat.

Also: Genieße Deinen Kaffee, aber mit Achtsamkeit. Entscheidend ist, ihn als Genussmittel zu betrachten und nicht als Dauerlösung gegen Müdigkeit. Denn wie immer bleibt Balance der Schlüssel zu einem gesunden Körper und klarem Verstand.


Quelle:

Czok, G. (1977): Kaffee und Gesundheit. European Journal of Nutrition. Online abgerufen: Kaffee und Gesundheit | European Journal of Nutrition (am 21.10.2025).
Meier, S. (2025): Auswirkungen von Koffein. Zentrum der Gesundheit. Online abgerufen: Auswirkung von Koffein auf den Körper (am21.10.2025).
Meier, S. (2012): Kaffee ist ungesund. Zentrum der Gesundheit. Online abgerufen: Zu viel Kaffee kann Gesundheitsstörungen verursachen. (am 21.10.2025).
Schliep, K. C., et. Al. (2012): Caffeinated beverage intake and reproductive hormones among premenopausal women in the BioCycle Study. Online abgerufen: Caffeinated beverage intake and reproductive hormones among premenopausal women in the BioCycle Study1 - PMC (am 21.10.2025).
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